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Internate
In längst
vergangenen Jahren war der Bildungsplatz Aarburg weit über
die Landesgrenzen hinaus bekannt. Junge Töchter und Knaben aus aller
Welt schickte man zur Ausbildung nach Aarburg.


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| Zwei private Aarburger Lehranstalten erlangten im Verlaufe der Jahre hohes Ansehen:
Im Jahre 1827 wurde auf der Hofmatt das Aarburger Töchterinstitut eröffnet.
Dieses verlegte seinen Sitz später von der Hofmatt (der späteren
und inzwischen längst auch wieder geschlossenen Wirtschaft) in den von
der Weberei & Spinnerei Grossmann erbauten Herrensitz an der
Bahnhofstrasse. Zum grossen Bedauern weiter Kreise wurde das Aarburger
Töchterinstitut im Jahre 1904 geschlossen.
Im Jahre 1870 wurde in Aarburg das Knabeninstitut Zuberbühler eröffnet,
eine Bildungsstätte, die ungefähr auf der Stufe der Bezirksschule
stand. Die Schüler rekrutierten sich grösstenteils aus fremdsprachigen
Gebieten des In- und Auslandes. Auch dieses Institut erwarb sich
schnell einen guten Namen, selbst in aussereuropäischen Staaten. Das
Knabeninstitut wurde auf Ende 1938 geschlossen. Die Zahl der
Absolventen wird über die gesamte Zeit auf insgesamt 1023 beziffert,
also durchschnittlich 15 Schüler pro Jahr.
Der Sitz des
Knabeninstituts befand sich im Städtchen, dort wo vor wenigen Jahren
noch die Neue Aargauer Bank zu finden war und wo heute
das Wohn- und Geschäftshaus Dragone eingerichtet ist. Und dort, wo seit
dem Jahr 2005 der kleine lauschige Stadtpark liegt, dort befand
sich seinerzeit der zum Knabeninstitut gehörende Institutsgarten,
welcher gleichzeitig als Sportplatz und Pflanzgarten diente.
Durch Institute ans Licht der Welt gerückt Aarburg
zog aus beiden Instituten grossen wirtschaftlichen und ideellen Nutzen.
Das sonst so bescheidene Städtchen ist durch die grosse Schülerzahl
beider vorgenannter Institute und durch die regelmässig zu Besuch
kommenden Angehörigen an das Licht der Welt gerückt worden.
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